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Lovis-Corinth-Preis 2016: Daniel Spoerri. Das offene Kunstwerk

  • Daniel Spoerri am geklebten Tisch, Seggiano 2005 (Foto: Barbara Räderscheidt, Köln)

  • Daniel Spoerri, Eaten by Gudmundur Gudmundson dit Ferró, 1964 Assemblage (Fallenbild), Maria und Walter Schnepel Kulturstiftung, Budapest (Foto: Maria und Walter Schnepel Kulturstiftung, Budapest)

  • Daniel Spoerri, Das rote Pferd, 1991, Assemblage (Körper in Teilen), Essl Museum – Kunst der Gegenwart, Klosterneuburg bei Wien (Foto: Franz Schachinger, Copyright: VG Bild-Kunst, Bonn 2016)

Der Träger des Lovis-Corinth-Preises 2016, Daniel Spoerri(* 1930 Galatz/Galaţi, Rumänien), zählt als Mitglied der internationalen Künstlergruppe „Nouveau Réalisme“ zu den wichtigsten Vertretern der Objektkunst. Berühmt wurde er insbesondere durch die Begründung der „Eat Art“. Seine Laufbahn startete er jedoch kurz nach der Flucht der Familie in die Schweiz als Solotänzer und später als Regieassistent im Theater.

Spoerris künstlerische Karriere beginnt um 1960 mit der Erfindung des „Fallenbildes“ („Tableau-piège“). Gegenstände, die in spontanen, ordentlichen oder unordentlichen Situationen vorgefunden werden, befestigt er auf ihrer zufälligen Unterlage. Das Resultat wird zum Bild erklärt und an die Wand gehängt. Die eigentliche Passion des Künstlers ist das Sammeln alltäglicher, trivialer Gebrauchsgüter der konsumorientierten Wegwerfgesellschaft. Seine Fundstücke trägt er nicht zusammen, um sie zu besitzen, sondern um sie sichtbar zu machen. Aus dem geistigen und materiellen Zwischenlager entsteht über Jahre eine Ansammlung von kulturellen Objekten, die Spoerri mit hintersinnigem, aber auch ironisch-humorvollem Seitenblick zu mehrdeutigen Assemblagen zusammenfügt.

Anlässlich der Auszeichnung seines Lebenswerkes widmet das Kunstforum Ostdeutsche Galerie dem vielseitigen Grenzgänger eine retrospektive Werkschau, die seine kuriosen Assemblagen und grotesken Bronzeplastiken zwischen skurril-absurder Erscheinung und magisch-transzendenter Bedeutung ausbreitet.

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PhDr. Gabriela Kašková

Kunstforum Ostdeutsche Galerie

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