Bayern
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Evangelische Neupfarrkirche

  • Die evangelische Neupfarrkirche auf dem Neupfarrplatz in Regensburg (Foto: Regensburg Tourismus GmbH)

  • Reges Treiben auf dem Neupfarrplatz Regensburg (Foto: Stadt Regensburg, Peter Ferstl)

  • Die Neupfarrkirche im Herzen der Altstadt (Foto: Regensburg Tourismus GmbH)

  • Ein Highlight für Touristen ist das unterirdische document Neupfarrplatz (Foto: Regensburg Tourismus GmbH)

Die Neupfarrkirche – Namensgeberin des gleichnamigen Platzes – ist nicht nur die Stammkirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Regensburg, sie gilt auch als Ausgangsort für die Verbreitung des protestantischen Glaubens von Norden her in die Länder Südosteuropas und des Balkans. Auf dem Gebiet der heutigen Neupfarrkirche befand sich im Mittelalter bis ins 16. Jahrhundert das jüdische Viertel mit einer der größten und bedeutendsten jüdischen Gemeinden in ganz Deutschland. Nach der Vertreibung der Juden aus der Stadt zerstörten die Bürger Regensburgs nahezu sämtlichen jüdischen Wohn- und Gemeinschaftshäuser und schufen auf diese Weise die Freifläche des heutigen Neupfarrplatzes. Bei diesen Abrissarbeiten ereignete sich jedoch eine folgenschwere Begebenheit, die das Aussehen dieses Platzes nachhaltig beeinflussen sollte: Da ein Bürger, der bei den Abrissarbeiten zugegen war, einen schweren Unfall beinahe unverletzt überlebte, glaubten viele Menschen an ein religiöses Wunder. Die daraufhin einsetzende Wallfahrt ungeahnten Ausmaßes bewog die Regensburger, an der Stelle des Unfalls eine kleine Wallfahrtskapelle zu errichten, die „Kapelle zur schönen Maria“. Als die Pilgerwelle jedoch wenige Jahre später genauso schnell wieder abebbte, wie sie aufgekommen war und die Stadteinnahmen zusehends sanken, geriet das Bauvorhaben ins Stocken und konnte erst Jahrhunderte später als Provisorium in den 1860er Jahren abgeschlossen werden. 1542 trat der Rat der Stadt zum evangelischen Glauben über und widmete die Wallfahrtskirche als „Neue Pfarre“ zur ersten protestantischen Pfarrkirche Regensburgs um. Heute ist die Neupfarrkirche die einzige auf einem Platz freistehende Kirche der Regensburger Altstadt und ruht auf einem dem Platzniveau herausgehobenen Terrassensockel mit den allseitigen Aufgängen. Der ursprünglich weitaus größer geplante Bau stellt sich heute als Produkt jahrhundertealter Planung und Errichtung dar, wobei der Plan im Laufe der Zeit zunehmend reduziert wurde. So zeigt sich die Neupfarrkirche heute als ein Bauwerk mit einem Rumpf im Stile der Renaissance und spätgotischen Elementen. Die originelle Vollendung im 19. Jahrhundert, die im Westen nur einen polygonalen Anbau zufügte, ergab einen, dem Baubestand wie dem Platzraum wirkungsvoll angepassten und homogenen Kirchenbau im Typus der Doppelchoranlage. Die beiden gotisch angehauchten Uhrentürme runden das Gesamtbild ab.

 

360° Panorama der Evangelischen Neupfarrkirche

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